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Trauben

Nachweise von Antibiotika in Wein aus Argentinien

Zweimal in Folge sind verbotene Antibiotika in Wein aus Argentinien durch das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (LUA) in Koblenz festgestellt worden.
Beide Rotweine stammen aus derselben Kellerei.

Von 146 seit Anfang November untersuchten Weinen aus Argentinien, Südafrika, Chile, Australien, USA und Brasilien waren damit insgesamt fünf auffällig.

Nachgewiesen wurde Natamycin in folgenden Weinen:


Bei dem ersten Fund, dem Villa Atuel 2008 San Rafael, Syrah Merlot, handelte es sich um Tanks, die bei einem rheinland-pfälzischen Lohnabfüller in Flaschen abgefüllt wurden. Abnehmer der ca. 103.000 Flaschen war eine große Supermarktkette. Dieser Wein wurde sichergestellt und konnte nicht mehr in den Handel gelangen.

Natamycin wirkt gegen Pilze und Hefen. Es ist unter der Bezeichnung E 235 als Konservierungsstoff auf der Oberfläche bestimmter Käsesorten und auf getrockneten und gepökelten Würsten in der EU zugelassen.

Die LUA in Koblenz verweist darauf, dass von dem Natamycin im Wein zwar keine Gesundheitsgefahr ausgeht. In Europa sei es allerdings verboten, Wein mit diesem Antimykotikum zu behandeln oder in den Verkehr zu bringen. Bodega Lagarde produziert zwar keine Weine im Billig-Segment, lässt dennoch z.Zt. vorsorglich Ihr Portfolio testen.

Quelle: Spiegel Online; Proplanta.de; Wein-Plus; KSt.Anzeiger; Lagarde.